Das neue Zuhause

Schön war er, der Sommer; immer draußen, das beste Futter, im Millionen Sterne Hotel.
Und bei Regen hatten wir einen kleinen winddichten Unterstand.

Aber dann war er vorbei, der Sommer. Die Tage wurden kürzer, das Futter knapper und in den Nächten rückten wir beide näher zusammen.
Und noch kümmerte sich keiner um unsere letztjährige Winterbehausung. Sie blieb leer, kahl, ohne Stroh, einfach unbewohnbar. Langsam wuchs die Angst, dass man uns vergessen hat.
Aber dann konnten wir Aktivitäten hinten bei den Tauben beobachten.
Dort wurden Holzbalken in die Scheune getragen, gehämmert und gesägt, bis in die Nacht hinein. Irgend etwas wurde da gebaut.
Und an einem sonnigen Nachmittag durften wir es endlich besichtigen.

EIN NEUER STALL!

Größer, so groß, dass wir hintereinander im Kreis laufen können. Und in der Nähe das Taubenvolk. Manchmal etwas nervig, aber wir sind nicht allein.
Und dann zog noch ein Hahn in die Nachbarschaft. Über uns. So, dass er uns ständig beobachten kann. Wenigstens hält er meistens den Schnabel.
Wir werden uns schon irgendwie aneinander gewöhnen.




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