Neues von Toto und Harry

Pullover an oder aus ?

Neues von Toto und Harry

Vielleicht bleibt's jetzt doch mal warm?

Wir haben jedenfalls beschlossen, unsere Pullover abzulegen.
Leichter gesagt, als getan. 
Da muss nämlich einer helfen. Und da braucht man viiiieeeeel Geduld. Und je mehr Geduld man hat, um so einfacher geht es, sagt die Jungbäuerin.
Sie hat uns mit einem überaus lauten Gerät, das einem Rasentrimmer gleicht, mit viel Vorsicht und gutem Zuspruch die zentimeterdicke Wolle abgenommen. Vor lauter Vorsicht uns nicht zu verletzen hat sie sich selber in den Daumen gezwickt.
Dafür fühlen wir uns jetzt viel wohler. Und schlank sind wir geworden! Es geht viel schneller, den Pullover auszuziehen, wie abzunehmen.
Und dann kommt der Seniorbauer und behauptet, dass am kommenden Wochenenden wieder mit Schnee zu rechnen ist. Es ist doch Mitte Mai! Wir haben uns nur fragend angeschaut und beschlossen, am nächsten Wochenende im Stall zu bleiben. Oder wollte er uns nur ärgern?

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Eine Feier im Stall?

Fast wie in Bethlehem.
Da feierten unsere Menschen mit uns in unserem neuen Schafstall. Unser Mitbewohner der Hahn gackerte vor lauter Verwunderung und auch die Nachbarn die Tauben kamen nicht zur Ruhe.
Es roch fein nach gebratener Wurst und benebelnd nach heißem Glühwein. Wir kamen wie immer wieder einmal zu kurz, nur Heu und Stroh. Aber wenigstens hatten wir eine tolle Schau. Gut gelaunte Menschen, die tranken, lachten und sich Geschichten erzählten. Es war lustig und kurzweilig.
Nach einer Weile war's auch wieder zu Ende. Sie gingen und Ruhe trat ein. 
Gott sei Dank.
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Das neue Zuhause

Schön war er, der Sommer; immer draußen, das beste Futter, im Millionen Sterne Hotel.
Und bei Regen hatten wir einen kleinen winddichten Unterstand.

Aber dann war er vorbei, der Sommer. Die Tage wurden kürzer, das Futter knapper und in den Nächten rückten wir beide näher zusammen.
Und noch kümmerte sich keiner um unsere letztjährige Winterbehausung. Sie blieb leer, kahl, ohne Stroh, einfach unbewohnbar. Langsam wuchs die Angst, dass man uns vergessen hat.
Aber dann konnten wir Aktivitäten hinten bei den Tauben beobachten.
Dort wurden Holzbalken in die Scheune getragen, gehämmert und gesägt, bis in die Nacht hinein. Irgend etwas wurde da gebaut.
Und an einem sonnigen Nachmittag durften wir es endlich besichtigen.

EIN NEUER STALL!

Größer, so groß, dass wir hintereinander im Kreis laufen können. Und in der Nähe das Taubenvolk. Manchmal etwas nervig, aber wir sind nicht allein.
Und dann zog noch ein Hahn in die Nachbarschaft. Über uns. So, dass er uns ständig beobachten kann. Wenigstens hält er meistens den Schnabel.
Wir werden uns schon irgendwie aneinander gewöhnen.




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